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Bewerbungsgespräch

Wenn sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, kann man Ihnen gratulieren, denn Sie haben die erste Hürde genommen. Nach der ersten Freude stellt sich den meisten Bewerbern die Frage, wie ein solches Bewerbungsgespräch abläuft und wie man sich hierauf gut vorbereitet.

Wenn man mehrere Einladungen hat, empfiehlt es sich die Gespräche mit den Firmen zuerst zu führen, an denen man etwas weniger interessiert ist. So kann man gelassener in die Gespräche gehen und sie im Misserfolgsfall als Übung verbuchen.

Beim klassischen Bewerbungsgespräch ist üblicherweise ein Fachverantwortlicher (z.B. der künftige direkte Vorgesetzte) und ein Personalverantwortlicher zugegen. Tendenziell variiert der Ablauf eines Voirstellungsgesprächs in Abhängigkeit von der ausgeschriebenen Stelle und der Größe des ausschreibenden Unternehmens. Je kleiner das Unternehmen, desto eher gleicht das Bewerbungsgespräch einem normalen Gespräch. Größere Firmen setzen stärker auf eine standardisierte Gesprächsführung und vorgegebene Interviewformen.

Ablauf des Bewerbungsgesprächs

Ein Bewerbungsgespräch ist vom Ablauf meist wie folgt gegliedert:

Vorbereitung zum Bewerbungsgespräch


Informationen zum Unternehmen einholen

Immer wieder bemängeln Personalverantwortliche, dass Bewerber im Vorstellungsgespräch schlecht über das Unternehmen informiert sind. Um dem vorzubeugen sollten verschiedenste Informationsquellen herangezogen werden. Erste Anlaufstelle ist in der Regel die Homepage des Unternehmens. Oft finden sich hier Fachartikel und Jahresberichte mit interessanten Zahlen und Fakten. Falls online wenige Informationen abrufbar sind kann man sich Imagebroschüren oder Geschäftsberichte auch per Post zusenden lassen. Besonders bei größeren Unternehmen lohnt es sich, mittels Tages-/Wirtschaftszeitungen oder News-Suchmaschinen (z.B. Google-News) über aktuelle Geschehnisse zum Unternehmen auf dem Laufenden zu halten. In einer Firma mit Kundenverkehr kann man auch mal bei einer Filiale als "Kunde" vorbeschauen.

Inhaltliche Vorbereitung

Hierbei geht es insbesondere darum, auf die an Sie gerichteten Fragen im Bewerbungsgespräch (z.B. bezüglich Motivation, persönlicher Ziele, Lebenslauf etc) vorbereitet zu sein. Es sollte Ihnen unter anderem möglich sein Stärken und Schwächen Ihrer Person zu verdeutlichen oder beispielsweise eine Lücke im Lebenslauf zu erklären. Unter Umständen kann es hilfreich sein, hier professionelle Hilfe eines Bewerbungsberaters in Anspruch zu nehmen oder an einem Bewerbungsseminar teilzunehmen. Auch können Sie die Gesprächssituation mit einem Freund/einer Freundin durchspielen um mehr Sicherheit zu gewinnen und mögliche Schwachpunkte zu aufzudecken. Darüber hinaus sollte unbedingt eine Liste an Fragen erarbeiten werden, die Sie selbst an das Unternehmen stellen wollen.

Kleidung und Äußeres

Welche Kleidung für das Bewerbungsgespräch angemessen ist, hängt in erster Linie vom Arbeitgeber und der ausgeschriebenen Position ab. Falls möglich, sollte man sich im Vorfeld über den Kleidungsstil am neuen Arbeitsplatz informieren und das eigene Outfit etwas über diesem Standart einordnen. In bestimmten Branchen, wie z.B. bei Banken oder Versicherungen ist ein seriöser, konservativer Kleidungsstil (Anzug, Krawatte etc.) üblich, während beispielsweise bei jungen Agenturen oder IT-Dienstleistern die Mitarbeiter oft eher modern-legärerer gekleidet sind. Im Zweifel sollte man aber der konservativen Garderobe mit gedeckten Farben den Vorzug geben.
Weibliche Bewerber sollten ihre körperlichen Vorzüge nicht zu offen zur Schau stellen – also beispielsweise auf ein knappes Top oder den Minirock verzichten. Alle äußerlichen Merkmale, die die Individualität des Bewerbers sehr stark betonen sind im Vorstellungsgespräch nachteilig, wie zum Beispiel Tattoos, Piercings, ausgefallene Frisuren, auffälliger Schmuck, übermäßige Schminke/Parfum, knallige Farben bei der Kleidung etc. Darüber hinaus selbstverständlich ist eine tadellose Körperpflege (kein Mundgeruch, Schweißgeruch, Drei-Tage-Bart etc.).

Unterlagen

Zum Bewerbungsgespräch sollten folgende Unterlagen mitgenommen werden:

Anreise

Pünktlichkeit ist bei einem Bewerbungsgespräch ein absolutes Muss. Bei der Planung der Anreise sollte man deshalb großzügige Zeitpolster einrechnen um Verzögerungen abzufangen, die beispielsweise entstehen bedingt durch Stau, unpünktliche öffentliche Verkehrsmittel oder lange Wege auf dem Firmengelände. Mindestens eine viertel Stunde vor dem Gesprächstermin sollte man bei der Firma eintreffen um nicht unnötigerweise Stresssituation heraufzubeschwören.
Sollten Sie trotz aller Vorkehrungen nicht pünktlich ankommen können (z.B. wegen eines Unfalls, Autopanne) informieren Sie die Firma rechtzeitig per Telefon. Ist das Bewerbungsgespräch bereits früh am Tag, sollte man in Erwägung ziehen, bereits am Vortag anzureisen und vor Ort zu übernachten.

Verhalten während des Bewerbungsgesprächs

Wird man nach einem beherzten Anklopfen hereingebeten, stellt man sich deuttlich mit vollem Namen vor. Der Handschlag zur Begrüßung geht vom Gegenüber aus, nicht vom Bewerber. Wenn Ihnen die Hand entgegengestreckt wird, sollten Sie mit einem kräftigen Händedruck reagieren. Setzen sollten Sie sich erst, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Falls Sie den Namen des Gesprächspartners vergessen haben fragen sie nach und sprechen Sie die Person gelegentlich mit ihrem Namen an. Wenn einem Zigaretten oder alkoholische Getränke angeboten werden, sollte man höflich ablehnen. Alkoholfreies kann man ohne Zögern annehmen. Im Gespräch hört man aktiv zu und unterbricht den Gesprächspartner nicht. Als Faustregel gilt „70% reden, 30% hören“. Allerdings sollte man das Gesprüch nicht an sich reissen. Mancher Personalchef behält selber gerne das Wort, so dass man ob des geringeren eigenen Redeanteils nicht verunsichert sein sollte. Wenn Sie etwas nicht verstehen fragen Sie höflich nach. Bemühen Sie sich um eine möglichst präzise Ausdrucksweise und vermeiden Sie Floskeln iwe „ich sag’ mal“ oder „na ja“. Bleiben Sie in Ihren Aussagen sachlich, vermeiden Sie übertriebene Gefühlsausbrüche, Szenesprache, Kraftausdrücke oder Fremdwörter, deren Bedeutung Ihnen nicht ganz klar ist. Das Sprechtempo sollte trotz Nervosität nicht zu hoch sein. Spricht man zu langsam, vermittelt dies allerdings auch keinen dynamischen Eindruck.
Wichtig ist auch die eigene Körpersprache. Nicht die Arme verschränken, sich stark zurücklehnen oder Barrieren aus Gegenständen wie Kaffeetassen, Notizblock oder Ähnlichem vor sich aufbauen. Dies signalisiert eine Abwehrhaltung. Beim Sitzen die Beine nicht übereinanderschlagen, sondern in entspannter Sitzhaltung beide Füße fest auf den Boden stellen. Dabei auf der ganzen Sitzfläche sitzen und nicht nur auf der vorderen Stuhlkante. Die Hände sollten Sie nach Möglichkeit ruhig halten. Um ein sympathisches, selbstbewusstes Auftreten zu erreichen sollte man Blickkontakt halten, ohne den Gegenüber anzustarren.

Grundsätzlich gilt, dass man sich als Bewerber nie völlig verstellen sollte. Muss man sich zu sehr verbiegen läuft man Gefahr nicht ehrlich und authentisch zu wirken. Zudem kann man sich im Arbeitsalltag nicht dauerhaft verstellen, so daß dann die angestrebte Position bzw. das Unternehmen nicht der ideale Arbeitsplatz sein dürfte. Sinvoll ist es, die Situation eines Vorstellungsgesprächs zu Hause mit Freunden durchzuspielen. Eine solche Übung hilft Ängste abzubauen und das Selbstvertrauen zu stärken. Außerdem erhält man ein unmittelbares Feedback, was gut lief oder noch zu verbessern ist.

Mehr zum Thema Vorstellungsgespräch, Fragen im Vorstellungsgespräch auf www.berufswahl-tipps.de


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